Rauchwarnmelderpflicht in Baden-Württemberg

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 16. Juli 2013 eine Rauchwarnmelderpflicht beschlossen. Die Warngeräte müssen ab sofort in Neubauten und bis Ende 2014 in bestehenden Gebäuden installiert werden. Jährlich sterben rund 600 Menschen in Deutschland bei Bränden, die Mehrzahl von ihnen in Privathaushalten.

95 Prozent fallen dabei nicht den Flammen zum Opfer sondern einer Rauchvergiftung. Rauchwarnmelder können diese Gefahren reduzieren. Sie warnen zuverlässig, auch im Schlaf, vor Brandrauch und geben ihnen die Möglichkeit sich selbst und andere in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu rufen.

Doch wie genau sieht die neue Regelung aus? Wer ist für den Einbau und die Betriebsbereitschaft verantwortlich? Und in welchen Räumen müssen Rauchwarnmelder installiert werden? Fragen und Antworten finden Sie hier.

Ab wann gilt die Verpflichtung?

Das Gesetz wurde am 22. Juli 2013 im Gesetzblatt verkündet. Damit gilt die Verpflichtung, wenn die Baugenehmigung nach diesem Tag erteilt wurde. Soweit keine Baugenehmigung erteilt wurde, z.B. bei Bauvorhaben im Kenntnisgabeverfahren, gilt die Verpflichtung, wenn das Gebäude bis zu diesem Tag noch nicht bezugsfertig war. Alle anderen Gebäude gelten als bestehende Gebäude.

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Tipps zum Blitz- und Überspannungsschutz

Hier entsteht eine Sammlung von Tipps zum Blitz- und Überspannungsschutz (bzw. Transienten).

– Der Blitz- und Überspannungsschutz wird in VDE 0185-305 Teil 1 bis 4 behandelt. Wobei:
* Teil 2 eine Risikoanalyse, ob ein Blitzschutz sich lohnt, bespricht. Daraus ergibt sich dann die Blitzschutzklasse (BSK) für den äußeren Blitzschutz (Blitzschutzklasse 1 = höchste Stufe und BSK 4 niedrigste Stufe; im privaten Bereich wird oft BSK 3 angewendet)
*Teil 3 enthält die Ausführung von des äußeren Blitzschutzes (Blitzableiter)
* Teil 4 enthält die Ausführung des inneren Blitzschutzes (Teil 4 ist im Gegensatz zu den Teilen 1-3 nicht zwingend auszuführen und Bedarf der Abklärung mit dem Kunden. Der innere Blitzschutz ist lediglich nach VDE 0100 T 443 vorgeschrieben und nach 0100 T 534 auszuführen.)

– Ob und in welcher Klasse der Blitzschutz auszuführen ist, kann auch mit der Versicherung des Kunden geklärt werden. Häufig auftretende Fälle sind in der VdS-Richtlinie 2010 beschrieben. Ferner wird der Blitzschutz auch in den Landesbauordnungen der Bundesländer behandelt.

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Praxis-Tipps zu DigitalSTROM

Hier entsteht eine Sammlung von Praxis-Tipps zu DigitalSTROM.

Software-Version der Meter (aizo dSM) und des Servers (aizo dSS) müssen zusammen passen, sonst werden die Meter im Server im Reiter Hardware nicht angezeigt.
Abhilfe dieses Fehlers:
1. Anlage aufbauen mit Anschluss des Servers an Router, der ans Internet angeschlossen ist
2. Im Server in den erweiterten Einstellungen im Reiter System auf System Update klicken.
3. Nach Updates suchen
4. System Update installieren
Kurz gesagt: ein neuer Server sollte vor der Inbetriebnahme immer zuerst geupdated werden.

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Tipps Antennentechnik Satellit

Hier entsteht eine Sammlung von Tipps zum Thema Antennentechnik Satellit.

– Alle Signalenden (alle nicht verwendeten Ausgänge am Multischalter und jede Antennen-Dose) brauchen einen Endwiderstand. In Enddosen ist ein Endwiderstand integriert (bei PreisnerTeleves mit 2dB Dämfung). Reicht die Dämpfung nicht, kann man statt einer Enddose eine Durchgangsdose setzen, in die man einen Endwiderstand von z.B. 10dB einsetzen kann.

-Endwiderstände gibt es mit und ohne Kondensator (DC entkoppelt). Der mit Kondensator ist universell einsetzbar. Man sollte keine anderen auf Lager legen. Die mit Kondensator sind in F-Technik länger.

– An einer Satdose sollte die Signalstärke laut Televes am besten zwischen 55 und 70 dB liegen. Wenn die Signalstärke zu hoch ist, kann es auch zu Störungen kommen. (HD ist empfindlicher gegen Störungen.)

– An Sat-Anlagen kann es zu Störungen der Sender Sport1 und dmax (und anderen ) kommen, wenn ein DECT-Telefon im Haus ist.

-Koaxialkabel sollten von anderen Kabeln mit Abstand verlegt werden. Kommt es dennoch zu Störungen oder will man Potentialverschleppungen oder Überspannungen vermeiden, kann man Sat mit Lichtwellenleiter verwenden. (z.B. Televes OPSP4 mit OMS4)

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Tipps zum Verteilerbau / Schaltschrankbau

Hier entsteht eine Sammlung von Tipps zum Schaltschrankbau. (Alle Angaben ohne Gewähr und Haftung!)

Adernfarben im Energieverteiler sind nicht genormt, außer der PE (grün-gelb) und der PEN (grün-gelb mit blauem Klebeband). Für Schaltschränke für Maschinen gibt es Empfehlungen in  EN 60204.

Strombelastbarkeit von Adern im Schaltschrank siehe Tabelle in VDE 0660-600-1 für bis zu 55°C.

Mindestquerschnitte von Adern im Verteiler von der Kupferschiene bzw. der Zuleitung zur nachgeordneten Sicherung können mit der Faustformel berechnet werden:
A(Ia) = 0,11 x Ia
mit Ia ist Strom der vorgeordneten Sicherung in A
und A, dem Mindestquerschnittt in mm²
Der Querschnitt hängt natürlich auch von der nachgeordneten Sicherung ab, nur kleiner als A(Ia) darf er in keinem Fall werden (Abschätzung ist ein klein wenig zu hoch). Er wird so berechnet, dass die vorgeordnete Sicherung innerhalb von 5 Sekunden sicher auslöst.
Beispiel zu Mindestquerschnitte von Adern:
Energieverteiler: Zuleitung ist mit 100A abgesichert. Dann darf der Querschnitt der Ader zwischen Kupferschiene (im Energieverteiler) und einem B16A Leitungsschutzschalter nicht kleiner als 0,11 x 100 = 11mm² sein – Also wäre 16mm² hier die richtige Wahl.

-keine Wago-Klemmen im Verteiler – außer mit den Wago-Klemmen-Halterungen für die Hutschiene.

Nicht verwendete Adern von abgehenden Kabeln müssen so befestigt und isoliert werden, dass sie dauerhaft keinen Kurzschluss auslösen. Sie können auch mit einem Schrumpfschlauch geschützt werden.

– Kabel dürfen im Verteiler auch mit Mantel verlegt werden- ist zum Beispiel KNX- Leitungen sinnvoll

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