Wieviele Sicherungen nach 4 poligem FI-Schutzschalter?

Man darf nach einem 4-poligen FI-Schalter mit beispielsweise 40A Nennstrom
(also ein ganz normaler  4-poliger FI-/ RCD-Schalter z.B. Hager CDA440D )
nur den Nennstrom des FIs abgreifen:

-> also pro Phase maximal 40 A
Das heisst ich kann pro Phase maximal zwei B16A Automaten oder vier B10A Automaten anschliessen.

Der Gleichzeitigkeitsfaktor oder ähnliches spielt hier keine Rolle.

Der Hager FI-Schalter CDA440D hat folgende Angaben: 4P 6kA 40A 30mA Typ A.
Das heisst also:
4 Pole, Kurzschlusstrom 6000A, Nennestrom 40A, Nennfehlertrom/Empfindlichkeit: 30mA –

Technische Merkmale CDA440D Hager

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3 Antworten zu Wieviele Sicherungen nach 4 poligem FI-Schutzschalter?

  1. jher schreibt:

    Der Nennstrom des FI-Schutzschalters ist der „Laststrom“, der vom Schalter im „Fehlerstromfall“ SICHER abgeschaltet wird. Da dem FI-Schutzschalter ein Leitungsschutzschalter vorgeschaltet sein muss, und dieser nicht höher als der Nennstrom des FI-Schutzschalters sein darf, kann der Gleichzeitigkeitsfaktor meines Erachtens wohl hinzugezogen werden.

  2. Lange schreibt:

    Der Fi Schutzschalter löst bei Fehlerstrom aus und nicht bei überlasst. Er ist aber bis max 40A ausgelegt und sollte auch nicht höher belastet werden.

  3. jher schreibt:

    Ein Leitungsschutzschalter dient, wie der Name schon sagt, dem Schutz der Zuführungsleitung zum Verbraucher. Eine normale Installationsleitung (3×1,5mm²) kann dauerhaft (je nach Länge und Spannungsabfall) 16 A Strom sicher weiterleiten. In der Regel fließen diese 16A natürlich nicht dauerhaft, denn es sind ja nicht ständig Verbraucher mit 3680W Leistung an diesem Stromkreis in Betrieb. Dazu kann man den „Gleichzeitigkeitsfaktor“ heranziehen. Es ist z.B. unüblich, gleichzeitig 2 Waschmaschinen und einen Wäschetrockner an ein und denselben Stromkreis zu betreiben…
    Wenn man 10 Stromkreise á 16 A im Netzverteiler eingebaut hat, braucht es eine Zuleitung zu diesem Netzverteiler. Die muss alle Stromkreise des Netzverteilers (nach Berücksichtigung dieses Gleichzeitigkeitsfaktors) versorgen können. Diese Hauptzuleitung kann für eine Vorsicherung von 40A ausgelegt und auch demensprechend wiederum mit einem Leitungsschutzschalter (z.B.32A) abgesichert sein.Und wenn man einen FI-Schutzschalter, der 40A sicher abschalten kann in diese Zuleitung einbaut, ist die Installation in Ordnung, denn der FI-Schutzschalter muß im Fehlerstromfall nicht mehr als 40A Last abschalten.
    Das Thema Fehlerstrom, bei dem der FI-Schutzschalter diese sichere Unterbrechung des Laststroms vornimmt, ist ein anderes Kapitel.

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